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CMD

CMD ist die Abkürzung für Cranio Mandibuläre Dysfunktion. Um besser verstehen zu können, wie einem CMD-Patienten geholfen werden kann, bedarf es einiger Erläuterungen.
Kau- und Rückenmuskulatur sind eng miteinander verschaltet und beeinflussen sich gegenseitig. Wenn wir kauen, wird nicht nur der Kiefer bewegt, sondern auch Kopf, Hals, Rücken und sogar Arme und Beine. Der Kauapparat ist eines der sensibelsten Systeme unseres Körpers. Schon ein Haar mit einem Durchmesser von einem hundertstel Millimeter zwischen den Zähnen empfinden wir als deutliche Beeinträchtigung.

Wenn keine Störung vorliegt, haben die Zähne in 24 Stunden nur etwa 30 Minuten direkten Kontakt. Die Muskulatur hat also viel Zeit, um sich zu erholen. Werden diese Pausen jedoch durch ständige Muskelanspannungen eingeschränkt, kann das weitreichende Folgen haben. Und die machen sich vielfach in Körperregionen bemerkbar, die weit vom Kiefergelenk entfernt liegen. In aller Regel wird eine CMD, also eine Funktionsstörung, nicht durch einen einzelnen, sondern durch mehrere Faktoren ausgelöst, die das Kausystem unterschiedlich stark belasten. Diese Belastungen können in auf- oder in absteigender Richtung auftreten.
    
So können Störungen der Rücken- oder Nackenmuskulatur Fehlstellungen des Kiefergelenks verursachen (aufsteigende Belastung). Auslöser sind  oftmals angeborene oder erworbene Haltungsschwächen (z. B. Beckenschiefstand, Bandscheibenprobleme). Durch eine nicht korrekte Körperstatik verändert sich auch das Bewegungsmuster beim Kauen. Folge ist eine Fehlbelastung des Kiefergelenks.

Umgekehrt kann sich eine Erkrankung des Kauorgans aber auch auf den übrigen Organismus auswirken (absteigende Belastung). Störungen an der Kiefermuskulatur können die angrenzenden Hals- und Nackenmuskeln verändern. Häufige Folgen sind dann beispielsweise chronische Rücken- oder Nackenschmerzen.

Nicht selten sind auch belastende Lebensbedingungen ein zusätzlicher Verstärker. Denn ein erheblicher psychischer Druck wird an den Zähnen abgeleitet. Nicht umsonst spricht der Volksmund davon, etwas "zähneknirschend" hinzunehmen oder sich in ein Problem zu "verbeißen". Durch das Knirschen (med. Bruxismus) wird die Zahnsubstanz regelrecht herunter geraspelt. Der harmonische Bewegungsablauf im Kiefergelenk wird gestört.

Die Behandlung einer CMD erfordert also eine interdisziplinäre Herangehensweise, an der Therapeuten unterschiedlicher Fachrichtungen beteiligt sind.

Zahnarztpraxis Dönitz

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